Review: „Repo! The Genetic Opera“ (2008)

Wer kennt das nicht: Man möchte einen Horrorfilm sehen mit emotionaler Tiefe sowie verzwickten Beziehungen, einer Menge Blut, aber bitte logisch und nicht einfach nur Splatter, einer Story, die einen packt und zum nachdenken bringt UND einem Soundtrack, der einen noch Jahre verfolgt. Achso, und natürlich gute Schauspieler. Und nachvollziehbar.
Wenn Du das auch nur zu gut kennst und bei dem fast schon utopischen Anspruch schmunzeln musst, rate ich Dir zu meinem Lieblingsfilm!

Filmplakat "Repo! The Genetic Opera"

Repo! The Genetic Opera besitzt alles oben Genannte und noch viel mehr! Jedoch muss man sich vor dem Schauen bewusst sein, dass dieses Rock-Musical für das Theater bzw. die Oper gemacht wurde, nicht für die CGI-durchtränkte Kinoleinwand. Man sieht sich also ein Theaterstück an. Dieses verflucht geniale Werk ist auch tatsächlich aufgeführt worden!

Man wollte den Klang und die Atmosphäre nicht verfälschen, indem man dem Film mehrsprachige Synchronisationen aufzwängt, deshalb ist dieser Film nur in der Originalversion, dafür aber mit verschiedenen Untertiteln erhältlich.

Szenenbild "Repo! The Genetic Opera"
Die Detailliebe der Kulissen in einem Bild.

Inhalt

Mit diesen Vorworten kann ich Dich jetzt beruhigt in eine mögliche Zukunft entlassen, in der es vollkommen normal ist, sich Organe zu kaufen/mieten. Dies funktioniert wie ein normaler Kaufvertrag: Person erhält Objekt -> Person bezahlt für Objekt -> Alle sind glücklich.

Falls Person nicht zahlt, aber Objekt behält, macht sie sich strafbar und Objekt wird zurückgefordert. Ob das nun ein Fahrrad ist oder eine Wirbelsäule, ist ja jetzt wohl nicht von großer Wichtigkeit.

Der Erzähler und Drehbuchautor hat sich selbst in dem Stück verewigt.

Diese „Objekt-Zurückergatterer“ werden Repo-Men genannt (Reposition). Die Hauptperson ist die Tochter eines solchen – weiß dies jedoch nicht und wächst übertrieben behütet in ihrem goldenen Käfig auf, aus dem sie nun, so kurz vor dem offiziellen Erwachsensein, auszubrechen versucht.

All-In-One Paket

Dieses aus modernen Werten und moralischen Zweifeln aufgebaute SciFi-Action-Horror-Epos beschreibt die Tücken der zukünftigen und oberflächlichen Welt sowie die verschiedenen Ansichten von Familie und Glück mittels einer Vater-Tochter-Beziehung, die einen zu Tränen rührt, während man Unverständnis und Wut für die anderen Charaktere hegt.

Alexa Vega in ihrer Hauptrolle der 17-jährigen blutkranken Shilo.

Am Soundtrack arbeiteten unter anderem die bekannte Opernsängerin Sarah Brightman und Roxette mit. Paris Hilton macht ihren Job gar nicht mal so schlecht; abgerundet wird die Gefühls-Achterbahn jedoch erst durch die emotionalen und gesanglichen Glanzleistungen von Buffy-Bibliothekar Anthony Head und Spy Kids-Agentin Alexa Vega.

Sarah Brightman blüht in ihrer Rolle als verratene Opern-Ikone voll auf.

Fazit: GUCK DAS!

Fakten und Bewertung

Originaltitel: Repo! The Genetic Opera
Land: USA
Laufzeit: 98 Minuten
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: Darren Smith, Terrance Zdunich
Cast: Anthony Head, Alexa PenaVega, Paul Sorvino, Sarah Brightman, Paris Hilton, Bill Moseley, Kevin Ogilvie, Terrance Zdunich
IMDb: 6,7/10
FSK: ab 18 Jahren
Release: 18.7.2008 (Kanada)
 Seht hier den Trailer:
Bildrechte: Repo! The Genetic Opera © Twisted Pictures
Co

Co

Autor bei Film und Feder
Aloha, ich bin die Co, 1991 geboren und ich bin bei Film und Feder zuständig für die Spieleverfilmungen.

Angefangen hat meine Game-Movie-Beziehung in meiner frühsten Kindheit mit einem Sams-Kinderspiel "Eine Woche voller Samstage" (MSDOS) und ging fröhlich flockig weiter mit "König der Löwen" (SNES). Bei Beidem fand ich es total toll die Parallelen von Spiel und Film zu sehen und habe heftigst frohlockt, wenn mir ein Detail auffiel, das anderen nicht aufgefallen war.

Diese Detailverliebtheit hat sich mein Leben lang weiterentwickelt - ihr könnt euch also darauf freuen, jedes bisschen Fanservice mit mir aufzudecken!

Ach, und LOREM IPSUM DOLOR SIT AMET!!! <3
Co

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