Review: Suspiria (1977)

In Teil 1 der sogenannten „Mütter-Trilogie“ nimmt eine Balletschülerin die Aura einer übernatürlichen und uralten Präsenz innerhalb einer Balletakademie wahr.

Tänzerin Suzy Banyon reist nach Freiburg, um dort an einer hoch angesehenen Ballettakademie zu studieren. Bei ihrer Ankunft trifft sie im strömenden Regen auf eine Mitschülerin, die dem ersten Anschein nach wirres Gerede von sich gibt. Suzy kann nur die drei Worte „Geheimnis“ und „Blaue Iris“ in diesem Getöse wahrnehmen.
In der selben Nacht wird besagte Mitschülerin auf grausame Art umgebracht. Fragen, warum und von wem sie ermordet wurde, bleiben offen – aber alles scheint zusammen mit dem „Geheimnis“ der „Blauen Iris“ hinter den Gemäuern der Akademie verborgen zu sein…

 

Die mysteriösen Vorfälle in der Ballettschule häufen sich...
Die mysteriösen Vorfälle in der Ballettschule häufen sich…

Zur „Mütter-Trilogie“

Suspiria ist der erste Teil der oben genannten Trilogie. In diesem Teil geht es um die älteste der „drei Mütter“: Mater Suspiriorum – Die Mutter der Seufzer.

Teil 2 der Trilogie, Inferno, handelt von Alchemie und repräsentiert die jüngste und grausamste der drei Mütter: Mater Tenebrarum – Die Mutter der Dunkelheit. Inferno entstand im Jahr 1980 – also drei Jahre nach Suspiria. In ihm sind erste Querverweise auf die „drei Mütter“ zu finden.

Teil 3 und Abschluss der Trilogie, Mother of Tears, folgte erst ganze 27 Jahre später und handelt von der titelgebenden Hexe: Mater Lachrymarum – Die Mutter der Tränen, die die schönste und mächtigste der 3 Hexen darstellt.

Fakten und Bewertung

Suspiria ist eine wunderbare Mischung aus Horror und Mystery und teilweise auch dem Giallo-Genre zuzuordnen und bewegt sich mit seiner Machart schon fast auf Arthouse-Niveau. Argento setzt extrem kraftvolle, schon fast agressive Farben aus der Technicolor-Palette ein, die in der restaurierten 40-Jahre-Edition sogar noch deutlich schöner aussehen als bei den Großteil der älteren Auflagen.

Abgerundet wird dies alles noch von Argentos Sinn für ausgefallene Kameraeinstellungen, der Beleuchtung und dem grandiosen Score von der italienischen Progressive-Rock-Band Goblin, die nach Profondo Rosso das zweite Mal mit Argento zusammenarbeiteten und mit ihrer Musik entscheidend zur düsteren und unheilvollen Grundstimmung des Filmes beitragen.

Fazit: Argento wollte nach Profondo Rosso keine großartigen Crime-Storys mehr umsetzen und sich stattdessen dem Horrorgenre zuwenden. Der zwar an manchen Stellen recht langatmig geratene Suspiria ist dennoch mit seiner großartigen Kulisse, dem extrem durchdringenden Sound und seiner Farbgebung ein Fest für Auge und Ohr, womit ihm dieses Vorhaben durchaus geglückt ist!

Seht hier den Trailer zu Suspiria:

Originaltitel: Suspiria
Land: Italien 
Laufzeit: 94 Minuten
Regie: Dario Argento 
Drehbuch: Dario Argento 
Cast: Jessica Harper, Udo Kier
IMDb: 7,5
FSK: ab 16 Jahren
Release: 12. August 1977
Bildrechte: Suspiria © Deutscher Rechteinhaber: ’84 Entertainment
Alex

Alex

Autor bei Film und Feder
Servus Leute, ich bin der Alex und bin seit um die 19 Jahren anonymer Filmsuchtie und bin hauptsächlich auf die 70er bis 90er spezialisiert. (Mit dem ersten Abschnitt im Text isses zwar nimmer ganz so anonym aber was soll's?)

Auf jeden Fall freue ich mich dieser lustigen und Film-nerdigen Truppe beiwohnen zu dürfen und hoffe auf viele weitere Monate und Jahre mit meiner Gruppe.
Alex

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