Review: „Silent Hill – Willkommen in der Hölle“ (2006)

Dieser Film, der auf dem ersten Teil von Konamis „Silent Hill“-Reihe basiert, ist meiner Meinung nach die beste Spieleverfilmung, die bis zum jetzigen Datum produziert wurde. Das liegt vor allem daran, dass Regisseur Christophe Gans ein großer Fanboy der Spielereihe ist und deshalb sein Herzblut und das seiner Crew in die Details steckte.

Handlung

Der Film beginnt mit der Suche nach Sharon (Jodelle Ferland), der Adoptivtochter von Rose (Radha Mitchell) und Christopher Da Silva (Sean Bean). Die Mutter begleitend, wie sie ihre Tochter benebelt und schwankend an einer Klippe stehen sieht, wird man sofort in die Welt von ‚Silent Hill‘ gezogen, denn dorthin – in die rotbraune, brennende Mine, wie ihre Visionen uns offenbaren – jap, dort würde die achtjährige Sharon total gerne mal hin. Nicht zur Überraschung ihrer Eltern, welche sich einfach nicht an die lebhaften Träume ihrer Tochter gewöhnen können.

Um dem Ganzen ein Ende zu setzen, beschließt Rose, ihrer Tochter den lustigen Ausflug in die gruselige Geisterstadt zu ermöglichen und versucht, gegen den Willen ihres Mannes, in einer Nacht- und Nebelaktion herauszufinden, was diese Verbindung zwischen Sharon und Silent Hill bedeutet. Die gesamte Aktion eskaliert schnell… .

Rose auf der Suche nach ihrer Tochter.

Schauspiel

Zu den bekannten Gesichtern gehört neben Sean Bean ebenfalls Laurie Holden, die in ihrer Rolle in Polizeikluft übereifrig und empathisch ihrem Job nachgeht.
Empathie ist übrigens ein perfektes Stichwort für die generelle schauspielerische Leistung: Das Leiden der belasteten Rollen wird so gut verkörpert, dass man sich während des Schauens hin- und hergerissen fühlt zwischen Wut und Mitgefühl. Vor allem die damals zwölfjährige Jodelle Ferland hat ihre drei unterschiedlichen Charaktere meisterlich verkörpert!

Atmosphäre

Die Atmosphäre, die Silent Hill bereits in den Spielen mit sich bringt, wird durch die Effekte direkt zum Zuschauer getragen und zieht einen in den Bann dieser Welt. Dazu gehören unter Anderem der Nebel und die Ascheflocken, die ohne realistische Begründung verhüllen, was den Horror an der Stadt so ausmacht: die grotesken Monster, die extrem spielenah gestaltet wurden und den Zuschauer mit einer Gänsehaut zurücklassen.

Altbekannte Gesichter sind ebenfalls… nun ja… nicht zu sehen.

Dieser 2006 veröffentlichte Film ist auf jeglichen Ebenen eine wunderbar unterhaltsame Mischung aus Action, Thriller, Fantasy und Horror. Fans des psychologischen Interpretierens, des Hirn-Off-Kinos sowie auch Fans von unbekannten Welten und Realitäten können hier entspannt einschalten und sich von diesem Kunstwerk berieseln lassen.

Ein kleines Manko gibt es allerdings – wer sich den Film anschaut und eine 1:1 Verfilmung des Spiels „Silent Hill“ erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen. Es ist ernüchternd, wenn man vergleicht und feststellt, dass einige äußerst interessante Storylines schlichtweg komplett weggelassen oder für das Zuschauerfeld verändert wurden. Wenn man jedoch darüber hinwegsieht und den Film einfach als ein ‚inspired by SH1‘ betrachtet, kommt man voll auf seine Kosten!

Fazit:
Ob man die Spielereihe nun kennt oder nicht, „Silent Hill – Willkommen in der Hölle“ lohnt in jeglicher Hinsicht mindestens einmal anzuschauen. Er ist kurzweilig, die Story ist spannend und nachvollziehbar umgesetzt und generell ist der ganze Film auf makabre Art und Weise wunderschön.

Fakten und Bewertung

Originaltitel: Silent Hill
Land: Kanada/Frankreich/Japan/USA
Laufzeit: 125 Minuten
Regie: Christophe Gans
Drehbuch: Roger Avary
Cast: Radha Mitchell, Sean Bean, Jodelle Ferland
IMDb: 6,6
FSK: ab 16 Jahren
Release: 11.5.2006

 

 
Bildrechte: „Silent Hill – Willkommen in der Hölle“ © Concorde Filmverleih GmbH
Co

Co

Autor bei Film und Feder
Aloha, ich bin die Co, 1991 geboren und ich bin bei Film und Feder zuständig für die Spieleverfilmungen.

Angefangen hat meine Game-Movie-Beziehung in meiner frühsten Kindheit mit einem Sams-Kinderspiel "Eine Woche voller Samstage" (MSDOS) und ging fröhlich flockig weiter mit "König der Löwen" (SNES). Bei Beidem fand ich es total toll die Parallelen von Spiel und Film zu sehen und habe heftigst frohlockt, wenn mir ein Detail auffiel, das anderen nicht aufgefallen war.

Diese Detailverliebtheit hat sich mein Leben lang weiterentwickelt - ihr könnt euch also darauf freuen, jedes bisschen Fanservice mit mir aufzudecken!

Ach, und LOREM IPSUM DOLOR SIT AMET!!! <3
Co

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