Special: „Quentin Tarantino“

Redet man über die erfolgreichsten Filmemacher unserer Generation, fällt meist ein Name zuallererst: Quentin Tarantino. Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und vor allem Filmfan. Willkommen zu unserem Quentin Tarantino-Special! 

Acht Filme und ein Serien-Special als Regisseur, 13 verfilmte Drehbücher sowie unzählige Cameos und Nebenrollen als Schauspieler – kein schlechter Schnitt für 20 Jahre Arbeit im Filmgeschäft! Vor allem, wenn man ganz unten angefangen hat: als Platzanweiser im Pornokino, Mitarbeiter in einer Videothek, ständig pleite und trotzdem mit einem Ziel vor Augen.

Ein Special? Gut und schön, aber warum?

Wer „Film und Feder“ fleißig verfolgt und ab und an den ein oder anderen Reporterbericht liest, wird feststellen, dass ich ein riesengroßer Fan des Ausnahmeregisseurs bin. Ich kenne alle seine Filme auswendig, kann ganze Szenen nachspielen, ohne den Film vorher gesehen haben zu müssen und sauge jeden kleinsten Nachrichtenschnipsel mit Begeisterung auf. Was macht er als nächstes? Wie ist der derzeitige Stand? Gibt es sonstige News, Interviews, Gerüchte? Das klingt vielleicht ein wenig verrückt, ist mir persönlich aber egal. Ganz ehrlich. Fanboys gibt es überall. Und bei mir ist es halt Quentin Tarantino.

In meinem Bericht „Die Liebe zum Film – Eine Reise in die Vergangenheit“ (den Link dazu findet Ihr HIER) habe ich ja bereits erwähnt, dass ich Tarantinos Werke recht spät für mich entdeckt habe. Mein erster Film war „Kill Bill Vol.2“, während einer frühen Nachmittagsvorstellung im Kino. Bis zu jenem Tag kam ich leider nicht in den Genuss, mir die cineastischen Höhenflüge des berühmten Filmnarrs anzuschauen. Und was soll ich sagen – ich war hin und weg! Mich faszinierten die die Dialoge, die offenen Verweise auf andere Filme, speziell alte Kung Fu-Filme (wie die der „Shaw Brothers“) sowie die Darsteller. Uma Thurman kannte ich bereits aus „Batman & Robin“ oder „Mit Schirm, Charme und Melone“, bei Michael Madsen dachte ich: „Oh, das ist der Typ aus Species!“. Dass ich dank der Serie „Kung Fu“ ein bekennender David Carradine-Fan bin, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Alles weitere ist Geschichte. Ich besorgte mir die vorherigen Filme und wurde süchtig, süchtig nach mehr. Ich begann, mir Filme anzuschauen, von denen ich noch nie etwas gehört habe; Filme, die Tarantino zu seinen Favoriten zählt, solche, die von ihm rezensiert wurden und solche, denen er in seinen Werken Tribut zollt. Klassiker der 60er, Roadhouse-Streifen aus den 70ern oder unbekannte Genrebeiträge, die längst in Vergessenheit geraten sind. Ich setzte mich mit seiner Stammbesetzung auseinander wie Harvey Keitel, Samuel L. Jackson, Tim Roth oder Steve Buscemi. Filme waren seitdem nicht einfach nur Filme. Durch Quentin Tarantino schenkte ich mehr Dingen Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel Regie, Kamera, Drehbüchern. Vorher hatte ich einfach nur Spaß. Aus Spaß wurde eine Leidenschaft!

Mehr als nur Filme

Manch einer hält mich für verrückt – ja, das habe ich öfter schon gehört. Besonders, wenn ich von meiner Hochzeit erzähle. Denn diese hatte ein Thema – welches könnte das wohl gewesen sein?

 

 

 

 

 

 

Alles war auf Film getrimmt: die Tischkarten, der Kuchen, ja sogar die Pausenunterhaltung. Es war toll! Vor allem freut mich, dass meine Frau da so großartig mitgespielt hat – es war sogar ihre Idee. Während des Dinners liefen im Hintergrund die instrumentalen Soundtracks aus „Kill Bill“ und „Inglourious Basterds“. Den Gästen hat es gefallen und alle waren glücklich. Die Bilder von diesem wundervollen Tag stammen im übrigen von Jo Donaldson Photography,einer sehr guten Fotografin und Freundin.

Aber nicht nur meine Hochzeit umwehte den Hauch des Filmemachers aus Knoxville, Tennessee. So feierte ich dieses Jahr meinen 30. Geburtstag stilecht mit Kostümparty.

 

 

 

 

Ich liebe meine Freunde. Sie haben sich so viel Mühe gegeben und mich fühlen lassen, als sei ich in meinen ganz eigenen Tarantino-Film. Einfach großartig!

Zu guter Letzt kommen wir zum Kern der Geschichte

Nun habt Ihr einen kleinen Überblick darüber erhalten, wieviel Quentin Tarantino mir bedeutet und warum ich heute bin, was ich bin – ein leidenschaftlicher Filmliebhaber. Und genau darum habe ich mir gedacht, ich nehme mir in den nächsten Wochen einmal die Zeit und werde mir wiederholt jeden einzelnen seiner Filme zu Gemüte führen und sie bewerten. Ich werde versuchen, sie auseinander zu nehmen, zu analysieren und vielleicht mit der einen oder anderen Anekdote zu würzen. Ich weiß selber noch nicht, wohin diese Reise mich führen wird. Aber interessant wird sie allemal. Dabei gehe ich natürlich vollkommen chronologisch vor. Auch werde ich die Filme mit einbeziehen, bei denen er zwar nicht Regie geführt hat, die aber seine Handschrift tragen (bspw. „True Romance“ oder „From Dusk Till Dawn“). Ich freue mich auf Eure Reaktionen und hoffe, Ihr habt genauso viel Spaß dabei wie ich!

Bis demnächst, Euer „Film und Feder“-Autor und Tarantino Fan Jörg

 

Ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Filme:

Hochzeitsfotos Copyrights @ jo donaldson photography

„Kill Bill Vol.2“ Copyrights @ Buena Vista

Bildercollage Copyrights @ Youtube (Dan-O After Dark)

Jörg

Jörg

Autor bei Film und Feder
Hier soll etwas über mich drin stehen. Wo fange ich an? Hi ich bin...ach wisst ihr was? Ich mache es euch ganz einfach.

Filme sind meine Religion, das Kino meine Kirche, Quentin Tarantino mein Messias und die Hollywood Studios mein Mekka. Ohne all dieses bin ich ein Nichts. Ich bin verloren in der Magie des Films. Alles ist real, außer ich lasse es nicht zu.

Wie schon einst Stanley Kubrick sagte:
“A film is – or should be – more like music than like fiction. It should be a progression of moods and feelings. The theme, what’s behind the emotion, the meaning, all that comes later.”
Jörg

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