Banner Sing Street

Review: „Sing Street“ (2016)

Wie erobere ich das Herz meiner Traumfrau? Für den 15jährigen Conor ist klar, was er zu tun hat: Er gründet eine Band!

Conor hat es nicht leicht: Aus Geldmangel schicken ihn seine Eltern auf eine neue, günstigere Schule, wo er gleich am ersten Tag dem Schulrüpel zum Opfer fällt und vom Rektor aufgrund der falschen Schuhe gemaßregelt wird. Der einzige Lichtblick ist die coole Raphina – sie ist schön und vor allem ein Jahr älter als er und zieht Conor auf Anhieb in ihren Bann. Und wie sollte er das Mädchen seiner Träume besser beeindrucken, als ihr die Hauptrolle in dem neuen Musikvideo seiner Band zu geben? Dumm nur, dass diese Band noch nicht existiert…

Sing Street ist eine warmherzige Coming-of-Age-Geschichte, die im Jahr 1985 in Dublin spielt. Die Gesellschaft ist geprägt von Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit; an der neuen, öffentlichen Schule geht es deutlich ruppiger zu als auf der bisher gewohnten Privatschule. Keine guten Voraussetzungen für eine so positive Geschichte, will man meinen. Doch wir werden mitgenommen auf die musikalische Reise, auf die sich Conor begibt, während der nach Inspiration für den richtigen Stil seiner neu gegründeten Band sucht. Unterstützt von seinem älteren Bruder Brendan, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Conors Ambitionen zu fördern, begegnet der angehende Sänger und Songwriter Einflüssen wie Duran Duran, The Cure und Spandau Ballet. Frisch beflügelt von diesen Ideen und seinen Gefühlen zu Raphina schreiben sich die neuen Songs bald wie von selbst.

Es ist unmöglich, bei Sing Street still zu sitzen und nicht bereits nach kurzer Zeit mitzusummen – sei es bei den bekannten Titeln der 80er oder den eingängigen Eigenkompositionen, die aus der Feder Gary Clarks und John Carneys stammen, der gleichzeitig Regie führt. Carney ist bekannt für seine Filme, die die Liebe zur Musik perfekt wiederspiegeln und den Zuschauer mitreißen – Once und auch Can a Song Save Your Life haben in den vergangenen Jahren das Publikum begeistert. Und so verwundert es nicht, dass ihm mit Sing Street ein weiterer Feel-Good-Movie gelungen ist, dessen Charaktere man schnell ins Herz schließt.

Fazit: Anschauen und genießen – und für gut 100 Minuten das Schmuddelwetter und den Alltagsstress hinter sich lassen!

Originaltitel: Sing Street
Land: Irland, Großbritannien, USA
Laufzeit: 106 Minuten
Regie: John Carney
Darsteller: Ferdia Walsh-Peelo, Lucy Boynton, Jack Reynor, Aidan Gillen
FSK: ab 6 Jahren
Bildquelle: Sing Street, STUDIOCANAL GmbH

Schaut hier den Trailer zu Sing Street:

Friederike

Friederike

Admin und Autor bei Film und Feder
Warum ich über Filme schreibe? Weil Freude wächst, wenn man sie teilt!
Als jemand, der Filme häufig alleine schaut, fehlte mir oft der Austausch nach dem Abspann - die Diskussion kontroverser oder unklarer Aspekte, die Hoffnung, dass mein Gegenüber meine Lieblingsszene genau so mochte wie ich und manchmal auch nur das schamlose Schwärmen über den Hauptdarsteller. Das Veröffentlichen meiner Gedanken zum Film ermöglicht mir diesen Austausch mit einer großen Anzahl an Menschen, die das Medium ebenso lieben, wie ich.
Friederike

Kommentar verfassen