Review: „Inside Llewyn Davis“ (2013)

Vor einigen Wochen sah ich mir auf Empfehlung von Julie „Inside Llewyn Davis“ an. Der Film erzählt eine Woche aus dem Leben des Musikers Llewyn Davis, dessen Ziel es ist, seinen Lebensunterhalt mit Hilfe seiner Songs zu verdienen. Doch Llewyn ist ein Pechvogel wie er im Buche steht. Die Obdachlosigkeit und die sich in Luft auflösenden potentiellen Plattenverträge sind nur wenige Gründe, die dem eigentlich doch sensibelen Llewyn den Weg zu seinem Traum ungemein erschweren.

„Inside Llewyn Davis“ ist eine visuell düster dargestellte Geschichte. Die Atmosphäre ist in meinen Augen gar schon so depressiv, dass einem das Zuschauen fast schon schwer fällt. Das wiederum soll kein negativer Aspekt sein. Im Grunde ist es genau diese Intensität, die das Ganze ungeheuer authentisch wirken lässt. Oscar Isaac verkörpert die Rolle des Llewyn Davis meiner Meinung nach unglaublich gut und man nimmt ihm die Schwere seiner Situation zu jedem Zeitpunk ab. Tatsächlich ist der Film schauspielerisch ziemlich gut besetzt. Sogar der relativ kurze Auftritt von Justin Timberlake, der in meinen Augen sowieso ein (im Rahmen seiner Möglichkeiten) wirklich akzeptabler Schauspieler ist, hat mir gut gefallen.
Der Soundtrack ist an der Stelle nochmal ein gutes Stück hervorzuheben, denn dieser ist fantastisch. Sicherlich brauch es hier eine kleine Vorliebe für Folk- bzw. Akustikmusik.

Im Grunde kann man hier von einem wirklich interessanten Drama sprechen, das meiner Meinung nach zwischendurch etwas langatmig wird, aber dennoch interessant bleibt.

Jedoch sollte erwähnt werden, dass man sich den Film definitiv nicht „mal so zwischendurch“ anschauen sollte. Da der Film eine (zumindest meiner Empfindung nach) relativ düstere Grundstimmung verbreitet, ist er kein Streifen, den man zwischen zwei Komödien quetschen sollte. Das würde die wirklich gut gelungene Atmosphäre zerstören und vermutlich auch die Wahrnehmung trüben.

Jeder der einen Hang zur Musik und Lust auf eine nette Geschichte über einen Musiker, der energisch versucht seine Ziele zu verfolgen hat, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

Bildquelle Beitragsbild:© Studiocanal GmbH Filmverleih

Jan

Jan

Autor bei Film und Feder
Mein Name ist Jan und ich möchte euch zukünftig, zusammen mit meinen fabelhaften Mitstreitern, mit persönlichen Eindrücken und Meinungen zur vielfältigen Filmkunst versorgen. Als großer Fan des Horrorkinos, besonders der alten Schule, diskutiere ich immer gerne mit meinen Mitmenschen über das, was mir ein gesehenes Werk mitgibt. Schon seit vielen Jahren bin ich Fan von allem, was mir einen Schauer über den Rücken jagt. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich mich vor anderen Genres verschließe, denn was gibt es schöneres als die bunte Vielfalt der filmischen Kunst. 🙂
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