„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ Review*

 Alle Jahre wieder begeben sich einige Ex-Promis ins australische „Outback“, um dort 14 Tage darum zu kämpfen, sich König oder Königin des Dschungels nennen zu dürfen.

Momentan läuft gerade die 11. Staffel auf RTL. Mit solch illustren Kandidaten wie Kader Loth, Gina Lisa Lohfink oder Thomas Häßler (ja, „Icke“ Häßler, der Fußballweltmeister).

Was, ihr kennt keinen der diesjährigen Kandidaten so richtig? Bei den meisten lohnt es sich auch nicht (mehr) wirklich, den Namen zu behalten. Verallgemeinernd kann man sagen, bei den Teilnehmern ist die Karriere futsch, aber man ist noch zu bekannt oder zu sehr auf dem Höhenflug, um irgendwo eine „normale“ Anstellung zu bekommen. Oder die können schlichtweg nix. Augen auf bei der Berufswahl.

Was kann einem hier gefallen?

  1. Die Moderationen von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sind hervorragend geschrieben. Da werden Spitzen gegen die Kandidaten ausgeteilt, dass man entweder lachen oder mal tief schlucken muss. Auch ist eine gehörige Portion Selbstironie mit dabei, so dass die Kommentare für mich das Highlight der Sendung sind.
  2. Die Kandidaten sind alle Medienprofis und wissen haargenau, worauf sie sich einlassen. Auch wenn es manchmal anders aussieht. Jeder anthropologisch Interessierte findet mit Sicherheit gefallen daran, was diese abgehalfterten Promis alles tun, nur um noch mal das Gesicht in die Kamera halten zu dürfen. Da ist Zickenkrieg dabei (zwischen Männern und Männern, Frauen und Frauen, Frauen und Männern), gefakte Krankheiten, gefakte Affären und grenzenlose Selbstdarstellung. Mitleid muss also nur begrenzt sein.
  3. Die Aussicht auf den australischen Dschungel… nee Spaß, man sieht eigentlich nur das Camp.
  4. Bei vielen Teilnehmern fällt irgendwann die Maske, und man lernt deren wahre Natur kennen.

Was spricht dagegen?

  1. Schweinesperma trinken ist nicht jedermanns Sache.
  2. Das da manchmal auch lebendes Getier gegessen werden muss, finde ich gar nicht toll. Allerdings wird auch immer betont, dass alle Dinge auf dem „Speiseplan“ irgendwo auf der Welt genau so verspeist werden.
  3. Bei vielen Teilnehmern fällt irgendwann die Maske, und man lernt deren wahre Natur kennen.

 Noch ein paar Infos für Neueinsteiger

  • Die langweiligen und nervigen Leute gehen zuerst.
  • Wer bei den Prüfungen rumzickt, wird garantiert dauernd reingewählt.
  • Meistens gewinnt der ruhige, ausgeglichene, aber irgendwie unterhaltsame Kandidat.
  • Doktor Bob ist gar kein Doktor.
  • R.I.P. Dirk Bach.

Fazit

Perfekt durchkonzipiertes Trash-TV, das erstaunlicherweise sehr gut unterhält.

 *Dieses Review kann Spuren von Ironie enthalten

Fakten und Bewertung

Originaltitel: Ich bin ein Star – holt mich hier raus
Land: Deutschland
Sender: RTL
Moderation: Sonja Zietlow, Daniel Hartwich
Teilnehmer: Who cares?
Bildrechte: Ich bin ein Star – Holt mich hier raus © RTL
Andreas

Andreas

Autor bei Film und Feder
Mein Name ist Andreas Lehmler und Filme beschäftigen mich schon fast mein ganzes Leben. Mit all den Filmverrückten hier denke ich, dass wir euch das Medium Film auch mal von ungewohnten Seiten näherbringen können.
Andreas

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